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Themenüberblick

Führe ein Haushaltsbuch

Viele wissen gar nicht so genau, wofür sie ihr Geld ausgeben. Und vor allem wohin es sich verflüchtigt. Wer Ratenverträge abschließen möchte oder seine Schulden per Ratenzahlungen abstottern will, braucht einen guten finanziellen Überblick: Wie hoch ist das Einkommen? Wie hoch sind die Ausgaben? Bleibt was übrig?

Bevor du einen Ratenkredit abschließt oder Ratenzahlung anbietest, ist genau abzuwägen, welche Zahlung du dir über den gesamten Zeitraum leisten kannst.

Die Ausgaben dürfen die Einnahmen nicht übersteigen, sonst entstehen neue Schulden!
Um dir einen Überblick über deine Finanzen zu verschaffen, ist es sehr hilfreich ein Haushaltsbuch zu führen. Durch das Aufschreiben nimmst du Ausgaben – auch kleine – bewusster wahr. Du bekommst einen guten Überblick und erkennst, in welchen Bereichen Einsparungen möglich sind.


Miete, Nebenkosten und Energie zahlen

Das Geld ist knapp. Es sind noch Rechnungen und Mahnungen zu bezahlen.
Was tun? Wichtig ist, zuerst Miete und Energiekosten zahlen, auch wenn andere Gläubiger Druck machen.
Nach zwei nicht bezahlten Mieten kann der Vermieter den Mietvertrag  kündigen. Im schlimmsten Fall ist Obdachlosigkeit die Folge. Wenn Energiekosten nicht bezahlt werden, kann der Strom, das Gas gesperrt werden. Dann sitzt man im Dunklen.
Für die monatliche Überweisung der Miete sowie die Abschlagszahlung für Energie solltest du einen Dauerauftrag für den Monatsanfang einrichten oder eine Einzusermächtigung unterschreiben. Achte darauf, dass dein Konto zur Abbuchung  ausreichend gedeckt ist.  
Wer ALG-II bezieht, kann mit dem Jobcenter vereinbaren, dass die Miete direkt an den Vermieter und der Abschlag für Strom direkt an den Energieanbieter überwiesen werden. Das ist bequem.
Aber aus Gründen der  Selbstbestimmung und Selbstverantwortung solltest du die Zahlungen – wenn möglich - selber vornehmen. Das heißt: Dein Leben selbst in die Hand nehmen. Bitte beachte, dass Sozialleistungen immer zweckgebunden verwendet werden müssen.

Miete & Energie

Du hast bereits Miet- oder Energieschulden? Dann haben wir hier wichtige Infos für Dich.

Ist dein Einkommen sehr knapp, ist zu prüfen, ob du ein Anrecht auf Sozialleistungen oder Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) hast. Informationen erhältst du bei der örtlichen Arbeitsagentur oder bei deinem Jobcenter.

Münchner können sich dazu im zuständigen Sozialbürgerhaus (SBH) beraten lassen. Unter www.muenchen.de kannst du dein SBH herausfinden.


Überlegt einkaufen und bar zahlen

Schreibe vor dem  Einkaufen eine Einkaufsliste. Überlege genau, was du aktuell wirklich benötigst. Oft lohnt es sich Preise zu vergleichen. Halte dich an deine Einkaufsliste und lasse dich nicht von „Schnäppchen“ locken, die du gar nicht brauchst. Tipps zum Geldsparen findest Du hier.
Bezahle am besten in bar. Das Geld geht durch deine Hände. Dadurch behältst du besser den finanziellen Überblick. Außerdem ist der Zahlvorgang bewusster als beim Zahlen mit Karte. Mehr Spartipps findest Du hier.


Führe Dein Girokonto im Guthaben

Für eine stabile Haushaltsführung ist es wichtig, das eigene Girokonto im Guthaben zu führen. Das heißt: Nicht überziehen! Gib nur soviel Geld aus, wie du einnimmst.
Allerdings gewähren Banken manchmal unkompliziert einen Dispokredit. Diesen solltest du bewusst ablehnen, um Kontoüberziehungen erst gar nicht zu ermöglichen. Für Überziehungen musst du nämlich hohe Dispo-Zinsen zahlen. Dadurch verlierst du leicht den Überblick und rutscht immer tiefer ins Minus. So entsteht leicht eine Überschuldung, die zunächst nicht bemerkt wird.

Konto überzogen?

Wer sein Konto bereits überzogen hat, findet hier genauere Infos zu den Risiken.

  • Prüfe regelmäßig deine Kontoauszüge. Auf den Auszügen siehst du sämtliche Kontobewegungen, wie Überweisungen oder Barabhebungen sowie deinen Kontostand.

  • Hefte deine Kontoauszüge in einem Ordner ab. Dann kannst du auch später noch nachvollziehen und gegebenenfalls beweisen, welche Überweisungen wann erfolgt sind.


Öffne Deine Briefe und lege Ordner an

Du bist schon verschuldet?
Ungeöffnete Briefe deiner Gläubiger stapeln sich und belasten dein Gewissen?
Du hast aber kein Geld?
Eigentlich möchtest du dich auch nicht mit dem Thema Schulden beschäftigen?

Dann solltest du trotzdem den ersten Schritt wagen: Vielleicht bittest du jemanden, dem du vertraust, dass er mit dir zusammen die Briefe öffnet. Auch wenn die Schreiben der Gläubiger nicht freundlich sind, solltest du sie öffnen und aktiv lesen. Nur so erfährst du, um welchen Gläubiger und welche Forderung es sich handelt. Möglicherweise sind auch Fristen einzuhalten.  

Nach dem Öffnen sortierst du die Briefe auf zwei Stapel:

  1. Post bezüglich der Schulden: Zum Beispiel: Rechnungen, Mahnungen, Mahn- und  Vollstreckungsbescheide etc.
  2. Post zu verschiedenen Lebensbereichen:  Zum Beispiel: Infopost, Einladungen, aktuelle Versicherungen, Werbung, laufende Verträge, Rentenauskunft, etc.
  • Damit du deine Schulden wieder in den Griff bekommen kannst, brauchst du einen guten Überblick. Wie du den bekommst - erfährst du hier.

  • Sortiere die Briefe nach den Absendern, also denen, die dir schreiben. Werbung kannst Du  wegwerfen. Lege für alle wichtigen Unterlagen einen "Lebensordner" an. Wie das geht und was in den Ordner gehört, erfährst du hier.


Suche Dir Unterstützung

Deine Gedanken kreisen immer wieder um Geld. Du denkst: Wenn ich einen gut bezahlten Job finde, zahle ich meine Schulden - insgeheim weißt du, dass der Job dich nicht findet oder finden kann.  
Gib zu: du hast keine Idee, wie du deine Schulden bezahlen kannst. Sondern du hast Fragen zu Mahnbriefen, Vollstreckungen usw.  Dann hol dir Unterstützung bei einer seriösen Schuldnerberatungsstelle. Die Beratungen sind vertraulich und kostenfrei. Je länger du abwartest, umso „älter“ die Schulden werden, desto höher steigen sie durch  zusätzliche Kosten, Zinsen und Pfändungen  - das macht Stress.
Lieber möglichst bald eine erste Beratung in Anspruch nehmen und dort heraus finden, welche Möglichkeiten es gibt.

Jugendliche und junge Erwachsene, die 26 Jahre und jünger sind und in München leben, können das spezielle Angebot der Münchner Jugendschuldnerberatung von AWO und DGB nutzen.

Alle Menschen, die eine Schuldnerberatung benötigen, finden hier eine seriöse Beratungsstelle in ihrer Nähe.


Kontakt

089 / 5155 645-0 schuldnerberatung@awo-muenchen.de